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Anders als beispielsweise Usambaraveilchen bildet Kohleria unterirdisch so genannte Rhizome aus, Speicherorgane, die das Überleben in schwierigen Zeiten sicher stellen. Wasserknappheit oder andere ungünstige Bedingungen sind damit für die Pflanze kein Problem. Die oberirdischen Pflanzenteile sterben ab, die Pflanze geht in eine Ruhephase über. Wenn die Bedingungen wieder günstiger werden, werden direkt aus den Rhizomen neue Triebe gebildet. Die Rhizome befinden sich dicht unter der Erdoberfläche an der Stammbasis. Natürlich sind die Wachstumsbedingungen im Wintergarten oder auf der Fensterbank für die Pflanze selten so schwierig. Eine gut gepflegte Kohleria muss daher nicht in Ruhe gehen - obwohl es schön ist, zu wissen, dass die Pflanze kaum umzubringen ist. Im Gegenteil, Kohlerias gehören zu den wüchsigsten Pflanzen überhaupt. Sie sind eher ZU leicht zu halten - in einem tropischeren Klima würde man sie vielleicht als Unkraut bezeichnen. Schneiden Sie Ihre Kohleria daher ruhig gelegentlich zurück. Sie wird sich dadurch besser verzweigen und insgesamt einen volleren Aufbau bilden. Neue Triebe werden sich aus dem unteren Bereich heraus zeigen. Dadurch sind mit etwas Geduld außerordentlich große Pflanzen machbar. Die Kultur ist der von Usambaraveilchen sehr ähnlich, was Licht, Temperatur, Wasser, Substrat, Gießen/Düngung und so weiter angeht. Unterschiede gibt es beim Topfen und bei der Vermehrung. Rund 65 Spezies gibt es von Kohleria, dazu eine größere Zahl an herrlichen Hybriden. Leider sind sie im Handel eher selten zu finden. Eine verwandte Art ist Koellikeria.
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