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Blühende Pflanzen sind über einen großen Teil des Jahres erhältlich: die Blütezeit beginnt im Februar und endet im Oktober, vorausgesetzt, verblühte Stiele werden entfernt, damit neue nachtreiben. Licht, TemperaturDirekte Sonneneinstrahlung muss vermieden werden; zuviel Sonne ruft Verbrennungen auf den Blättern hervor. Optimale Standorte sind Ost- und Westfenster oder stark schattierte Gewächshäuser. Während bei den Wildformen eine hohe Luftfeuchtigkeit unbedingt notwendig ist, gedeihen die Hybriden in unserer meist viel zu trockenen Zimmerluft. Die Temperaturansprüche sind unkritisch: nicht unter 10 °C und (auch im Sommer möglichst) nicht über 30 °C. Substrat, DüngungDie üblichen Substrate auf Torfbasis sind gut geeignet. Vorteilhaft ist ein gewisser Anteil an Ton, der eine ausgeglichenere Nährstoffversorgung sicherstellt. Frisch getopfte Pflanzen brauchen im ersten Monat nicht gedüngt zu werden, doch dann sollten sie wöchentlich Flüssigdünger erhalten oder monatlich ein Düngestäbchen in kleinen bis mittelgroßen Töpfen; sehr große Pflanzen brauchen zwei. Wichtig ist dabei ein hoher Kaliumanteil (N:P:K = 1:1:2). WasserStreptocarpus liebt ein mäßig feuchtes Substrat. An sehr heißen Sommertagen darf etwas mehr gegossen werden. Bei normaler Zimmertemperatur sollte nie Wasser im Untersetzer stehen. Gießen Sie immer, bevor der Ballen völlig austrocknet. Die Blätter sollten nie welken aufgrund von Wassermangel. Dies erhöht die Empfindlichkeit gegenüber Pilzkrankheiten. Ideal ist Wasser mit Zimmertemperatur. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Streptocarpus nicht 'totgießen'. Zu viel Wasser - insbesondere regelmäßiges Überwässern - schädigt das Wurzelsystem. Das Ergebnis ist dasselbe wie zu wenig Wasser: die Pflanze welkt. PflegeSchneiden Sie verblühte Stiele heraus. Es ist völlig normal, dass ältere Blätter absterben, während jüngere nachwachsen. Nehmen Sie sie einfach vorsichtig ab. ÜberwinterungIm Winter machen die Pflanzen eine Blühpause. Nur wenige Leute machen sich die Mühe, die Pflanzen zu überwintern. Dabei ist dies keineswegs ein Problem. Man stellt die Pflanzen kühler, wobei 10 °C nicht unterschritten werden sollten. Voraussetzung ist allerdings, dass man die Pflanzen entsprechend trockener hält und nur gießt, wenn das Substrat auszutrocknen droht. Diese Temperaturangaben gelten allerdings nicht für S. saxorum, die auch im Winter 20 °C benötigt. Während der Überwinterung wird nicht gedüngt. Erst ab März kann mit erneuten Nährstoffgaben dem Wachstum kräftig nachgeholfen werden. Im Winter sollte man den Pflanzen soviel Licht wie möglich zukommen lassen. Im Gewächshaus braucht nicht mehr schattiert zu werden. VermehrungStreptocarpus kann über Samen oder über Blattteile vermehrt werden. Einfacher ist die zweite Methode. Man entfernt aus einem ausgewachsenen Blatt die Mittelrippe und steckt die beiden Blatthälften mit der Schnittstelle in ein Vermehrungssubstrat. Um die Verdunstung zu minimieren, müssen die Blätter mit einer Folie dicht überspannt werden. Nach etwa 5 Wochen bildet das Blatt Wurzeln, nach weiteren 7 Wochen sind kleine Pflänzchen so weit, dass sie in Töpfe umgesetzt werden können. |
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