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Züchtung        
 

Zuchtziele

Generelle Zuchtziele sind eine frühe Blüte schon ab Februar und eine hohe Blütenanzahl. Die Stiele müssen fest sein, die Einzelblüten wochenlang und sicher halten. Dieses Ziel wird oftmals erreicht durch sterile Blüten, die in der Regel eine deutlich bessere Haltbarkeit aufweisen.

Wichtig ist weiterhin ein kompakter Aufbau, der den Transport zu den Großmärkten erleichtert. Auch auf eine hohe Toleranz gegenüber sommerlichen Temperaturen wird großen Wert gelegt .

Darüber hinaus unterscheiden sich die Zuchtziele nach der Gruppe, in die die zu schaffende Sorte passen soll. So müssen sich die Sorten der 'Midi'-Gruppe eignen für Topfgrößen von 10-11 cm; Mitglieder der 'Leyla'-Gruppe müssen größere, zweifarbige Blüten hervorbringen. Innerhalb einer Gruppe sollten die einzelnen Sorten einen möglichst einheitlichen Aufbau und Wuchscharakter haben.

Züchtungsmethoden

1.  Kreuzung durch Bestäuben

Das gängige 'Handwerkszeug' für Züchter. Beim aktivsten Züchter beispielsweise entstehen jährlich etwa 10.000 Sämlinge durch Bestäuben. Alle diese Pflanzen weisen unterschiedliche genetische Eigenschaften auf. Die Kunst ist, vielversprechende Pflanzen zu erkennen und für die weitere Beobachtung auszusortieren.

2.  Selektion

In mehreren Durchgängen werden über etwa 5 Jahre aus den ursprünglichen 10.000 Pflanzen nur die 2-5 besten ausgesucht, die schließlich zum Verkauf auf den Markt kommen. Zunächst wird nach optischen Gesichtspunkten selektiert nach den oben genannten Kriterien. Während der letzten beiden Jahre müssen sich die besten Kandidaten in Gärtnereien vergleichen mit dem bestehenden Sortiment. Nur Verbesserungen kommen auf den Markt; gleichwertig zu sein reicht nicht aus.

3.  Mutationsauslösung durch Bestrahlung

Mit Hilfe von radioaktiver Bestrahlung können einzelne genetische Eigenschaften wie beispielsweise die Blütenfarbe verändert werden. Diese Methode wird vorwiegend dann angewandt, wenn einer Sorte mit hervorragenden Eigenschaften weitere, ähnliche hinzugefügt werden sollen.

Das hat nichts mit Tschernobyl zu tun: nach dem Abschalten der Strahlungsquelle dieses Typs bleibt an den Pflanzen nichts haften, nichts strahlt weiter - wie bei Röntgenstrahlen.  Ein ganz natürlicher Vorgang übrigens: dieselbe Strahlungsart wirkt auf jedes Lebewesen vom Weltraum her ein, nur in geringerer Dosis. Mutationen in der freien Natur haben dieselbe Ursache.

4.  Veränderung des Chromosomensatzes

 

5.  Gentechnik

ist bei der Züchtung von Streptocarpus kein Thema.

 

 

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Stand: 08. November 2007